Wohnungen für Studenten, Azubis und Senioren

 

Wie auf der Grafik dargestellt, sieht der Eimsbütteler Bürgervertrag vor, dass zur integrationsförderlichen Duchmischung der Bewohner auf dem gesamten Neubaugebiet am Hörgensweg von den insgesamt 890 Wohneinheiten 1/3 also ca. 295 an Studenten, Azubis und Senioren als Sozialwohnungen vermietet werden sollen.

Von diesen 295 Wohnungen sollen bereits bis zu 175 Wohnungen durch die zur Zeit im Expressbauverfahren erichteten 350 Unterkünfte mit der Perspektive „wohnen“ anhand einer entsprechenden Nutzungsänderung bei Fertigstellung bereitgestellt werden.

Das im März diesen Jahres geänderte Gesetz über die Anstalt öffentlichen Rechts Fördern und Wohnen AöR  ermöglicht aber nur, dass lediglich 20% der Wohnungen der von ihr verwalteten 350 Unterkünfte mittels einer Nutzungsänderung an nicht Hilfsbedürftige vermietet werden.

Die Nachricht, dass für das Neubaugebiet am Hörgensweg nun eine Kooperationsvereinbarung zwischen der Stadt und ihrem Studierendenwerk geschlossen wurde mit der lediglich 50 Wohnungen an Studierende und Azubis vermietet werden sollen, verdeutlicht, dass der Eigentümer des Neubaugebiets am Hörgensweg, die Fewa / PGH weiterhin nicht bereit ist, gemäß den Vorgaben des Bürgervertrags die Wohnungen des ersten Bauabschnitts selbst zu zu vermieten.

Sichert die Stadt im Rahmen eines städtebaulichen Vertrags nicht ab, dass von den 350 Wohneinheiten weitere 120 Wohnungen an Studenten, Azubis oder Senioren vermietet werden, kann es in den sieben bis zu sieben Stockwerken großen Neubauten an der A23 zur blockweisen Ansiedlung von bis zu 1000 Flüchtlingen, Asylbewerbern und Geduldeten kommen.

Wird daneben nun der achte Neubau an Azubi- und Studentenhaushalte vermietet, ist keinesfalls eine intergrationsförderliche durchmischte Besiedlung des Geländes am Hörgensweg gewährleistet.

Der Eimsbütteller Drittelmix ist ein unverzichtbarer Kern der Bürgerverträge. Eine Belegung des ersten Bauabschnitts mit lediglich 50 Wohnungen für Studenten und Azubis ist deshalb mit einer vertragsgerechten Quartiersentwicklung nicht vereinbar.